Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt

Dann muss der Berg eben zum Propheten kommen. Dieses alte Sprichwort kann metaphorisch durchaus mit der Situation verglichen werden, in welcher sich die BBG gerade befindet. Vaidotas Volkus ist ein Spieler aus dem Lehrbuch. Und auch, wenn man es sich eventuell nicht vorstellen kann, hat er doch das Potential, die Liga nachhaltig zu verändern. Er ist der Berg, welcher sich in die Regionalliga West bewegt hat.

Seine basketballerische Ausbildung absolvieWhatsApp Image 2018-09-23 at 08.10.49.jpegrte Volkus erst in Litauen, um danach in den USA in Missouri am College zu spielen und gleichzeitig seinen College-Abschluss zu absolvieren. Er ist dem Sport seit rund 25 Jahren verbunden und stand in vielen verschiedenen Ländern wie Litauen, Spanien und Estland unter Vertrag, bevor es ihn hier zu uns an die Werre zog. Schaut man auf seinen Werdegang und die Mannschaften, bei welchen er unter Vertrag stand, wird schnell deutlich, weshalb die Metaphorik hinter diesem Artikel nicht gänzlich ungerechtfertigt erscheint.  Mit einem Gardemaß von 2.03m kann Vaidotas trotzdem mehr als unter dem Korb agieren. Er hat einen Wurf aus der Mitteldistanz, ist beim Zug zum Korb kaum zu stoppen und gewinnt Reboundduelle gegen größere und schwerere Spieler mit seiner intelligenten Spielweise. Seine Erfahrungen aus der ersten litauischen Liga und der zweiten Liga Spaniens helfen ihm dabei, auch gegen das Doppelteam kluge Entscheidungen zu treffen. Doch all das sind Statistiken und Beobachtungen, die jeder Zuschauer bemerken wird. Betrachten wir also kurz den Menschen Vaidotas Volkus, welcher sich hinter dem Basketballer „V“ versteckt.

Während unseres Gesprächs fiel uns auf, wie bedacht und umsichtig Vaidotas sich verhielt. Er wirkte sehr reflektiert, sehr interessiert und freute sich, mit Menschen zu interagieren. Als seinen größten Erfolg beschreibt er nicht seine besten Spiele, seine sportlichen Erfolge oder seine Karriere, sondern seine Verlobung in diesem Sommer. Er ist bescheiden und ruhig, erfahren und besonnen. Diese beinahe einzigartige Kombination auf und neben dem Feld erlaubt es ihm wohl auch, nach dem Hochball seine Persönlichkeit auf dem Spielfeld zu zeigen. Er bewegt sich abseits des Balles, spricht mit seinen Mitspielern, hilft ihnen auf nach einem harten Foul und ermutigt sie nach einem Fehlwurf. Er stellt sich in den Dienst der Mannschaft, ohne dabei seine Verantwortung von sich zu weisen. Ihm scheint es egal zu sein, ob er 30 Punkte oder 10 erzielt, solang sein Team gewinnt. Offenbar hat er von seinem persönlichen Vorbild, Arvydas Sabonis, viel lernen können; wie er uns erzählte, bot sich ihm mehrfach die Gelegenheit, sein Idol, diese litauische Basketballlegende zu treffen. Wir können uns also glücklich schätzen, nicht nur einen hervorragenden Basketballer in der Werrestadt zu beheimaten, sondern gleichzeitig einen außergewöhnlichen Menschen. Und die Liga kann sich darauf freuen, denn so einen Berg von einem Basketballer konnte man schon lange nicht mehr in den Sporthallen Ostwestfalens und Umgebung spielen sehen.

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I’m Coming Home – Die Odyssee eines Rückkehrers

Mit Freuden hat das Medienteam der BBG Herford vernommen, dass mit Lukas Manske ein bekanntes Gesicht zur neuen Saison zurück in die Werrestadt kommt. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, euch den frisch verheirateten Coach der zweiten Herrenmannschaft einmal etwas genauer vorzustellen. Bühne frei für die Odyssee eines Rückkehrers.

Im Gespräch mit Lukas fiel uns gleich zu Beginn die Freude auf, mit welcher er über sein erneutes Engagement mit der BBG sprach. Er selbst begann seine sportliche Karriere hier und durchlief die gesamte Jugendausbildung bis einschließlich der damals noch gemeldeten Liga der unter Zwanzigjährigen, in seinem Heimatverein hier an der Werre. Nach Beendigung seiner basketballerischen Grundausbildung blieb er noch eine Saison, um in der Bezirksliga selbst auf Punktejagd zu gehen, ehe es ihn nach etwas Neuem reizte. Sein Weg führte ihn in die Nachbarschaft, wo er als Trainer die Mannschaft des TV Löhne übernahm, nachdem er zunächst auch dort noch eine Saison als Spieler seine Qualitäten unter Beweis stellte.

Lukas_Manske.jpgDoch der Wechsel vom Parkett an die Seitenlinie war keine Entscheidung über Nacht, sondern ein Prozess. Lukas arbeitet gern mit Menschen und sagte uns im Gespräch, dass es für ihn beinahe nichts Schöneres gibt, als Jemandem etwas beibringen zu können. Bereits während seiner Jugend half er innerhalb der BBG Herford an verschiedenen Stellen; so coachte er zwischenzeitlich zusammen mit Julian Schütz einige Jugendmannschaften. Seine Qualität als Trainer wurde dort bereits spürbar, hatte er zusammen mit Julian den wohl prominentesten Schützling der Vereinsgeschichte unter seiner Aufsicht: Niklas Kiel.

Nach seinem Positionswechsel an die Seitenlinie brachte Lukas gleich in seiner ersten Saison frischen Wind mit nach Löhne und konnte dort die nächsten drei Jahre stets ein gutes Abschneiden seiner Mannschaft erzielen. Dies lag mit Sicherheit auch an seiner Einstellung, denn anders als viele andere im Sport ist Lukas kein Träumer. Er legt wert auf Defense, auf richtige Entscheidungen, auf Ballbewegungen und Timing. Der Detailgrad seiner Vorstellungen von gutem Basketball zeigt sich auch in seinen Resultaten. Die Defense war stets das Aushängeschild seiner Mannschaften, und die Variationen, mit welchen dem Gegner zugesetzt wurde, unterstreichen seine persönlichen Ansprüche. Er spricht von Spielern wie Jordan und Pippen, O’Neal und Bryant. Es sind die simplen Dinge, die richtig ausgeführt zum Erfolg führen. An dieses Konzept glaubt er nicht nur als Trainer, sondern Lukas lebt diese Einstellung auch als Mensch.

Wir können uns also in der kommenden Spielzeit nicht nur darauf freuen, ein bekanntes Gesicht zurück in Herford zu sehen. Er bringt erneut frischen Wind mit und ist bereits seit einigen Wochen dabei, die kommende Saison zu planen, sein Training zu strukturieren und aus Ideen Konzepte zu entwickeln. Die Herausforderungen, welche das Niveau der Oberliga bietet, in Kombination mit der Qualität des Kaders in der kommenden Spielzeit wird Fans der BBG und Freunden des Basketballs sicher ein Lächeln ins Gesicht zaubern können. Doch zum jetzigen Zeitpunkt freuen wir uns, mit Lukas einen weiteren Rückkehrer von seiner Odyssee durch die Welt des Basketballs zu begrüßen; auch wenn sie räumlich gesehen nicht weit weg geführt zu haben scheint.

 

Neue Horizonte

Nun ist es schon wieder soweit: Die Saison ist vorbei. Die Spieler und Verantwortlichen sind gleichermaßen zufrieden mit der zurückliegenden Spielzeit als auch voller Vorfreude auf die neue. Gleichzeitig verabschiedet sich die BBG von einem Vorstandsmitglied und Ehrenamtler, welcher von seinem Vorstandsposten ausscheidet. Wir haben uns mit diesem Mann zusammengesetzt und wollten wissen, weshalb er sich zu etwas Neuem entschließt und möchten euch Raum bieten, sich gebührend und voller Dankbarkeit von ihm zu verabschieden.

IMG_2706.JPGDer gebürtige Berliner und pensionierte Lehrer Dr. Klaus Schütz hat in seinem Leben viel erlebt. Einige dieser Erlebnisse gab er uns preis, wodurch er gleichzeitig auch deutlich werden ließ, wieso er sich so lange ehrenamtlich für die BBG engagiert hat (und dies auch weiterhin u.a. als Fotograf tun wird). Klaus war aktiver Leistungssportler und fand seine Profession in der Leichtathletik. Betrachtet man seinen Lebenslauf, so wird schnell deutlich, dass er sich stets hohe Ziele setzte und diese auch voller Ehrgeiz verfolgte. Wenngleich seine Karriere in der Leichtathletik nach seiner eigenen Aussage eher nicht vom erhofften Erfolg war, so verschrieb er sich dem Sport als solchem doch von Kindesbeinen an. In den Jahren danach war er vor allem als Bahnradsporttrainer erfolgreich. Unter seinen Schützlingen, zu denen er bis heute Kontakt hat(!), befinden sich u.a. die Deutschen Meister sowie Vize-Weltmeister Uwe Buchtmann und Michael Kötter sowie Gerhard Mandalka und Kai Ockendorf, die im Sprint, Tandem, Keirin, 1000m Zeitfahren und in der Mannschaftsverfolgung eine Menge Medaillen bei nationalen und internationalen Meisterschaften gewannen. Klaus Schütz hat aus seinen Schützlingen stets das Beste hervorgeholt. Dabei war sein Wirken an Schwerpunkten gleichermaßen breit gestreut  sowie präzise geplant und durchdacht.

Fast nebenbei wurde Klaus während seiner aktiven Laufbahn als Leistungssportler und später als Trainer ein promovierter  Erziehungswissenschaftler und unterrichtete und forschte von 1978 bis 1984 an der Universität Bielefeld als Dozent für Friedenspädagogik. Mitte der 1980er Jahre erwarb er seine Radrennsport-A-Lizenz. Er wirkte an verschiedensten Schulformen. Hierbei war es unwichtig, ob er an einer Hauptschule, Sonderschule oder wie zuletzt an einem Gymnasium tätig war. Klaus Schütz ist ein Pädagoge durch und durch! Er lebt diese Mentalität. Der Platz ist nicht ausreichend, um all seine herausragenden Leistungen zu erwähnen, seine Taten zu schildern und ihm für seinen Einsatz zu danken. Doch selten konnte man bei einem Menschen so gut erkennen, warum ihm eine Sache nicht reicht.

Klaus Schütz strebt stets das bestmögliche Ergebnis an, neue Herausforderungen reizen ihn gleichermaßen wie die Bewältigung der vorhandenen. In seinen Sportbüchern („Von ganz unten“, „Der letzte Kilometer“ und „Teamplayer“), die er nach seiner Pensionierung verfasst hat, berichtet er genau von diesem Weg und den Schwierigkeiten, welche den Protagonisten begegnen, wie die Sportler diese Widrigkeiten überwinden und letztlich erfolgreich sind. Er liebt die Herausforderungen des Lebens. Genau deshalb ist es nun für ihn an der Zeit, sich neuen, vielleicht noch unbekannten Aufgaben zu widmen. Auf zu neuen Ufern, es war eine bereichernde Zeit! Vielen Dank, Klaus!

Heart over Height

H1 ThomasWenn man an Basketball denkt, sieht man zumeist große Spieler vor sich stehen, die unfassbar hoch springen und wahnsinnig gut dribbeln können. Dean Thomas kann wahnsinnig hoch springen (im Sportstudium über 1,90 Meter!). Dean kann wahnsinnig gut dribbeln. Dean ist 1,70 Meter groß. Nicht das, was man sich unter einem Basketballer in der vierten Liga unbedingt vorstellt. Umso beeindruckender ist sein Weg dorthin gewesen. Schon früh fand Dean Interesse am Basketball. Zunächst durchlief er in Kirchlengern seine Jugendausbildung, bevor er sich in der U18 beweisen wollte und so erstmals seinen Weg zur BBG Herford fand. Bereits in frühen Jahren spielte er in der Jugend und ersten Mannschaft von Kirchlengern und Leopoldshöhe, bevor er in Herford die Chance bekam, in der U18 Regionalliga sein Können zu beweisen. Doch das war Dean nicht genug. Frei nach seinem Motto „Hard Work makes permanent“ trainierte er mit 16 bereits in der ersten Herrenmannschaft mit und konnte so Erfahrung sammeln. Doch zurück zur Gegenwart.

Der angehende Lehrer, welcher neben dem aktiven Spielbetrieb der ersten Regionalliga West noch als Vertretungslehrer an einer Realschule, als Integrationshelfer und als Fitness-Trainer arbeitet, ist trotz der Vielzahl seiner Aufgaben bodenständig. In seiner Freizeit arbeitet er gern im Fitness-Studio an seiner Athletik und verbringt  Zeit mit seiner Freundin. Doch auf dem Feld will er attackieren, den Drive zum Korb suchen, gegen die Centerspieler der Gegner zum Abschluss kommen. Und auch wenn er manchmal dabei geblockt wird, sagt er, dies sei der Teil seines Spiels, der ihm am meisten Spaß mache. Die Zone ist der Ort, wo er sich beweisen kann, zeigen kann, dass nicht die Größe, sondern die Entschlossenheit entscheidet. Dean bezeichnet sich selbst als Glue-Guy, als Spieler, der die Mannschaft zusammenwachsen lässt. Er hilft seinen Mitspielern auf wie neben dem Feld und versucht dabei stets, ein Lächeln und den einen oder anderen lockeren Spruch parat zu haben. Spieler wie Dean sind wichtig für eine Mannschaft an Stellen, die man von außen vielleicht nicht sieht. Doch ein Team ist eine Einheit und nur durch Engagement Einzelner kann ein Kollektiv den wöchentlichen Herausforderungen gegen andere Mannschaften geschlossen entgegentreten. Dean hat diese Lektion verinnerlicht, denn als ich ihn nach seiner besten Erinnerung als Basketballer fragte, sprach er zuerst darüber, dass nicht seine Stärken als Spieler, sondern Gewinnen als Team im Kopf geblieben sind. Er sprach nicht von eigenen großen Leistungen, sondern von engen Spielen auf hohem Niveau, denn dort fühlt er sich wohl. Während unseres Gesprächs wirkte Dean sehr bescheiden, doch zu keinem Zeitpunkt unentschlossen, für seine Ansichten einzutreten. Als Spieler mit deutschem Pass und südafrikanisch-englisch-deutschen Wurzeln gelingt ihm mit seiner Einstellung ein Spagat zwischen seiner Körpergröße und seiner Spielweise, der größer nicht sein könnte. Auch wenn er für einen Basketballer mit 1,70 Meter klein erscheint, so ist es sein Auftreten mit Sicherheit nicht.

Es gibt ein Sprichwort, das Deans Einstellung perfekt zusammenfasst: „It’s not about the size of the dog in the fight; it’s about the size of the fight in the dog.” Und getreu diesem Motto arbeitet Dean hart an sich, um stets die beste Version seiner selbst zu sein. Auf wie auch neben dem Feld ist Dean das, was sich jeder Mitspieler nur wünschen kann. Er springt nach offenen Bällen, er attackiert den Korb ohne Angst, er verdient sich jede Minute auf dem Feld mit seiner Defense. Er ist der perfekte Glue-Guy. Und doch viel mehr.

Wie ein Phoenix aus der Asche

Nicht nur in Ostwestfalen, sondern mittlerweile in ganz Basketballdeutschland, hat sich der Fall um die Westfalen Mustangs verbreitet. Es wurde zu einer öffentlichen Farce zwischen ausgenutzten Spielern und einem Verein, der vielleicht das Richtige wollte, jedoch mit den falschen Mitteln gearbeitet hat. Dennoch ist dieser Artikel nicht darauf aus, den Fall erneut zu beleuchten, sondern einem ihrer bedeutendsten Akteure etwas Licht zu geben.

Kris Douse ist mit Beginn dieser Saison ein Teil unseres Vereins geworden. Wir haben mit ihm gesprochen und ihn nicht nur zu seiner Persönlichkeit auf dem Spielfeld, sondern auch abseits des Feldes befragt und wollen euch nicht vorenthalten, was für ein beeindruckender Mensch dieser junge Mann ist. Kris wurde in Toronto (Kanada) geboren und hat bereits früh seine Leidenschaft für Basketball entdeckt. Während er zu Anfang noch viele verschiedene Sportarten wie American Football, Hockey und Leichtathletik ausgeübt hat, so fasste er mit 14 Jahren bereits den Entschluss, seinen Fokus fortan auf Basketball zu legen. Sein großer Traum war es, als professioneller Sportler nicht nur auf dem Feld ein Vorbild zu sein, sondern auch daneben. In seiner Jugend spielte er zwei Jahre an einer amerikanischen Highschool, bevor er an einer amerikanischen Universität fünf Jahre in der ersten Division der NCAA als Spieler aktiv war.

Während er auf dem Spielfeld gern ein Anführer ist und stets sein Bestes zeigen will, so ist er neben dem Feld nicht weniger aktiv. Während seiner Spielzeit am College studierte Kris Business Marketing, sein größtes Hobby ist Lernen. Hierbei bezieht er sich jedoch nicht nur auf Basketball, sondern auf Alles im Leben. Obwohl er sich vor Spielen gern mit Musik in seine eigene mentale Stimmung bringt, so liest er in seiner Freizeit auch gerne, hört sich Vorträge an und informiert sich über aktuelle politische Themen. Für ihn ist es wichtig, ein Leben lang zu lernen und mit der Zeit zu gehen. Um es mit seinen eigenen Worten zu sagen: „Man darf niemals aufhören, zu lernen!“.

Nach seinem Studium wollte Kris seinen Traum als professioneller Spieler endlich verwirklichen und war in den nächsten Jahren in vielen verschiedenen Ländern beheimatet. Er spielte in Großbritannien, Island, Frankreich, der Tschechischen Republik, Bulgarien und Zypern, zumeist in den höchsten Ligen. Für ihn war nicht nur das Spielen, sondern auch das Reisen eine tolle Erfahrung, er konnte viel Lernen und sagt über sich selbst, dass er dadurch zu einem besseren Menschen geworden ist.

Doch seine größte Hürde sollte noch kommen, als er in Deutschland für die Mustangs spielte und sich in einem Land, dessen Sprache er nicht versteht, verloren geglaubt hat. Als wir ihn zu seinen Gefühlen über die Zeit gefragt haben, so wandelte sich sein Ausdruck und seine Worte wurden ernster, jedoch keinesfalls hasserfüllt. Im Gegenteil: Obwohl er die Situation als große Herausforderung empfand und ihn viele Zweifel heimgesucht haben, so gab er niemals auf. Trotz einer Zeit, in der er kein Geld für Essen hatte, in einer Flüchtlingsunterkunft leben musste und nicht wusste, ob er jemals wieder das Land verlassen würde, besann er sich auf die Worte seines Vaters, auf seine Freunde Zuhause und seine Familie. Wie hätte er aufgeben können, wenn er doch ein Vorbild ist? Also tat er das, was er immer tut: Hart arbeiten, niemals aufgeben und für das einstehen, was ihm zusteht. Abschließend sagt er über seine Vergangenheit mit den Mustangs, dass es eine der schwierigsten Zeiten seines Lebens war, aber ihm dennoch geholfen hat, zu dem Mann zu werden, der er Heute ist.

Nichtsdestotrotz ist Kris sehr glücklich darüber, nun für uns in Herford zu spielen. An dieser Stelle sei gesagt, dass er jedem seiner Mitspieler und jedem Mitglied der Organisation und des Vorstands Dankbar ist, dass man ihn hier so freundlich empfangen hat. Die Wunden vergangener Zeiten seien zwar noch nicht völlig verheilt, doch das Umfeld hier in Herford würde ihm sehr gut tun. Zum jetzigen Zeitpunkt, so sagt Kris, ist Herford genau der richtige Ort für ihn und er freut sich bereits darauf, in der Saison zu zeigen, was er kann. Er ist ein Wettkämpfer, ein Athlet und belesener Mann, aber zuallererst und zuallerletzt ist er ein Vorbild. Nichts beweist das mehr, als seine Vergangenheit. Denn trotz schwieriger Zeiten, komplizierten Entscheidungen und langen und einsamen Tagen blieb er in Deutschland, blieb sich selbst treu, und erhob sich so aus seinem Leid, wie ein Phoenix aus der Asche.

Uns bleibt nicht mehr viel übrig als zu sagen: Herzlich willkommen in Herford, Kris! Wir freuen uns auf dich, so wie du dich auf unsere Fans freust!

Wie ist eigentlich…?

Wie ihr euch sicher anhand des Titels denken könnt, so ist diese Kategorie nicht darauf beschränkt, die Stärken eines Spielers oder eines Verantwortlichen unseres Vereins zu beleuchten. Im Gegenteil: Wir wollen euch hier zeigen, was die Person zu dem gemacht hat, was sie Heute ist und euch gegebenenfalls mit dem ein oder anderen Rat versorgen, welcher ihnen geholfen hat. Das Privatleben unserer Interviewpartner wird hierbei in den Vordergrund gestellt, um euch zu zeigen, wie unsere Spieler und Mitarbeiter denken und handeln.